Das Historische Ensemble von Trujillo

Abenteuer und Kulturerbe

Die Gemeinde Trujillo im Landkreis Miajadas-Trujillo hütet einen der größten Architekturschätze der Extremadura.

Hierfür sind die verschiedenen Kulturen verantwortlich, die sich hier niedergelassen hatten. Den Grundstein legten die Römer mit der Siedlung namens „Turgalium. Später trugen die Mauren ihren Teil dazu bei. Mit dem Bau einer Festung zu Zeiten der Kalifate und der Errichtung von weiten Teilen der Stadtmauer bestätigten sie die große strategische Bedeutung des Ortes, den sie „Turyla“ tauften.

Später war die Stadt zunächst als „Villa de Realengo direkt dem König von Kastilien untertan, danach als „Ciudad de la Corona dem spanischen König. Mit der Ankunft der Goldschätze aus Amerika blühte sie auf. Man darf nicht vergessen, dass die wichtigsten Expeditionen in die Neue Welt, unter der Führung von Francisco Pizarro und Francisco Becerra, aus Trujillo aufbrachen.

Die Macht des Adels und die Mitwirkung der Stadtregierung bei der Errichtung von religiösen Bauwerken haben dazu beigetragen, dass sich hier ein ganz eigener Baustil entwickelt hat, der Trujillo zu einem einzigartigen Gebäudeensemble unter Denkmalschutz gemacht hat.

Die Felsenlandschaft um Trujillo bietet nicht nur strategische und militärische Vorzüge, sondern liefert auch das nötige Baumaterial.

Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts konzentrierte sich die Entwicklung auf die Stadtteile innerhalb der Stadtmauer. Danach wurde vereinzelt auch vor den Toren der Stadt gebaut, und im 16. Jahrhundert begann Trujillo, systematisch über die Stadtmauer hinaus zu wachsen.

Diese städtebauliche Entwicklung über die Mauern hinaus ermöglichte die Errichtung neuer Adelshäuser und die Renovierung alter kirchlicher Gebäude, und die Stadt nahm die Gestalt an, die sie auch im 18. Jh. hatte.

Besonders sehenswert in der schönen Altstadt ist außer der Burg und der Stadtmauer auch der Marktplatz, das wirtschaftliche und soziale Zentrum der Stadt, an dem die schönsten Paläste stehen. Der Platz wird von einem Reiterstandbild von Francisco Pizarro beherrscht. Hier stehen der Palacio del Marqués de la Conquista mit einem emblematischen Eckbalkon, wie er an vielen Palästen in Trujillo und Cáceres zu finden ist; die Casa de la Cadena, die Villa der Familie Chaves-Orellana und die Kirche San Martín.

Was religiöse Architektur anbelangt, ist die Pfarrkirche Santa María La Mayor das bedeutendste Beispiel in Trujillo. Die Kirche San Martín, das Kloster San Francisco El Real und das La Coria-Kloster sind weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Im Jahr 1962 wurde die Stadt als Historisches Ensemble unter Denkmalschutz gestellt.

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